11. Oktober 2007





Gänse ziehen!
Fernweh lösen die rauen Rufe der ziehenden Gänse in mir aus. Ihr rauschender Flügelschlag ist jetzt oft über der Hütte zu hören. Wie faszinierend ist ihre ausdauernde Ruhe, die selbstverständliche Systematik ihrer Flugordnung, die die Kräfte eines jeden Tieres bestmöglich einsetzt. Aus ihrem Blickwinkel ist Trischen auf dem langen Weg gen Süden nur eine Momentaufnahme. 

  


Graugänse (Anser anser) und Blässgänse (Anser albifrons) auf dem Weg nach Süden



Bei den über Trischen hinwegziehenden Gänsen handelt es sich nun im Herbst in den meisten Fällen um Nonnen- und Graugänse. Unter den letztgenannten sind aber auch immer wieder Blässgänse zu entdecken. Sie sind gut an der unregelmäßigen schwarzen Unterseitenfleckung sowie der weissen Stirn-Blässe zu erkennen (siehe auf dem Foto u.a. zweite und dritte Gans von rechts). Während die Graugans - bekannt durch die Abenteuer des Herrn Nils Holgerssons - teilweise sogar in Mitteleuropa brütet, zieht die Bläßgans zwecks der Nachwuchspflege hinauf bis in die arktische Tundra.

Die ziehenden Gänse läuten auch für mich auf Trischen allmählich den "Heimzug" an, denn Anfang nächster Woche heißt es auf Trischen Abschied nehmen. 




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