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1. Juni 2007
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Ein besonderer
Strandfund lächelte mich heute an der Südspitze Trischens an:
ein Stück Bernstein! Das „Gold der Nordsee“, wie es auch genannt
wird, hat einen ähnliche Dichte wie Treibholz und liegt daher –
wenn auch sehr selten - in kleineren Stücken im Spülsaum. Die
Ähnlichkeit zum Treibholz ist gar nicht soweit hergeholt, denn
eigentlich ist der Bernstein kein Stein sondern vielmehr ein Substrat,
das unmittelbar aus Holz entstanden ist.
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Das Gold der
Nordsee: fossiles Harz aus der tertiären Bernsteinkiefer
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Bei dem gelblich
schimmernden Material handelt es sich um fossiles Harz, dass einst
zähflüssig aus der Baumrinde strömte, eintrocknete und
sich dann verhärtete.
Der in der Nordsee zu findende Bernstein wird auch als baltischer
Bernstein bezeichnet. Vor 65 – 70 Millionen Jahren, im
Tertiär,
ist er aus dem Harz der Bernsteinkiefer (Pinus succinifera) entstanden.
Dieser Kiefernwald erstreckte sich in einem breiten Gürtel von
Mittelschweden bis nach Finnland.
Erst im Pleistozän, dem Eiszeitalter (2,5 Millionen -10 000 Jahre
vor heute), wurde der Bernstein aus seinem skandinavischem
Ursprungsgebiet durch die sich nach Süden bewegenden Gletscher
hier in den Bereich der heutigen Nordseeküste verlagert.
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Seit jeher ist der
Bernstein nicht nur als bedeutender Schmuckstein anerkannt, sondern ihm
werden auch besondere Wirkungen nachgesagt: Bereits in alten Sagen wird
das Nordseegold als Heil- und Schutzstein bezeichnet, der Angst nimmt
und Lebensfreude schenken soll. Na, wenn das mal nicht gute Aussichten
für den Juni sind...
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