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6. Juni 2007
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Bei Vollmond werden
Vögel gezählt! Diese Aussage verwundert vielleicht den ein
und anderen und löst Assoziationen eines mittelalterlichen
Aberglaubens aus oder erinnert an Weisheiten des esoterischen
Mondkalenders. Doch mit all dem haben die um Vollmond statt findenden
Vogelzählungen wenig zu tun. Vielmehr kommt es bei Vollmondes zu
einem besonderen Gezeitenphänomen...
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Bei Vollmond
führt die Springflut
zu besonders hohen Wasserständen
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Die enormen
Wassermassen der Weltmeere unterliegen den Anziehungskräften von
Mond und Sonne, wobei die von diesen Himmelskörpern ausgeübte
Anziehungskraft überall auf der Erde zum Mond bzw. zur Sonne
gerichtet ist. Durch dieses Kräftespiel entstehen die Gezeiten:
Die dem Mond (bzw. der Sonne) zugewandten Wassermassen der Erde
„beulen“
sich regelrecht aus und es entsteht ein „Flutberg“. Die Fliehkraft der
Erde, die durch die tägliche Rotation unseres Planeten entsteht,
sorgt dafür, dass sich dieser Flutberg auch auf der dem Mond
gegenüberliegenden Erdenseite auswölbt. Zwischen diesen
beiden Flutbergen entstehen zwei „Ebbtäler“ und so kommt es, dass
wir hier in der Regel zwei mal täglich die Flut und dazwischen
eben die Ebbe kommen und gehen sehen.
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Bei Vollmond kommt
es bekanntlich zu der besonderen Konstellation, dass Mond, Erde und
Sonne – in dieser Reihenfolge – geradlinig hintereinander angeordnet
sind. Die Erde ist dann quasi genau zwischen Sonne und Mond eingespannt
und die beiden Himmelskörper „ziehen“ an den sich genau
gegenüberliegenden irdischen Wassermassen. Die Folge ist, dass
sich die „Flutberge“ besonders auswölben -im Klartext: das
Hochwasser läuft bei dieser sogenannten Springflut höher auf als
sonst.
Tja, und was hat das alles mit dem Vogelzählen zu tun?
Aufgrund
der höher auflaufenden Flut bei dieser Springtide, sitzen
die Vögel während des Hochwassers noch dichter gedrängt
am Strand und können so am besten gezählt werden.
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