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Brutvögel 2008 |
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Die Brutsaison 2008 begann
anfangs mit einer langen, stabilen Ostwind-Schönwetter-Lage, die
erst Mitte Juni von etwas unbeständigerem Wetter abgelöst
wurde. Ab Mitte Juni kam es schließlich bei Westwind vermehrt zu
erhöhten Wasserständen, die jedoch mit maximal 0,56 m
über MTHW am 23.6. bei weitem nicht den Stand vom Vorjahr
erreichten.
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Für die Brutvögel bedeutete dieses schöne Frühlingswetter erst einmal eine recht gute Brutsaison. Trotzdem brachten die hohen Wasserstände oft in Kombination mit Prädation durch Großmöwen für einige Arten erhebliche Verluste, so etwa bei allen Seeschwalben-Arten, Lachmöwen und Austernfischern. Im Vergleich zum Vorjahr konnte in diesem Jahr kein Brutnachweis für Brandseeschwalbe und Wasserralle erbracht werden. Dafür schien sich zum ersten Mal seit 8 Jahren wieder ein Schwarzkopfmöwen-Paar auf der Insel anzusiedeln. Dieses konnte jedoch nur zu Beginn der Brutphase regelmäßig beobachtet werden und gab die vermutete Brut offensichtlich relativ früh wieder auf. Erfreuliche Bestandsentwicklungen zeigten in dieser Saison Löffler und Zwergseeschwalbe. Bei den Löfflern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr die Brutpaarzahl von 13 auf 19 Paare um 46%, bei den Zwergseeschwalben von 6 auf 14 Paare sogar um 133%. Während die Löffler mit über 2 flüggen Küken pro Paar wieder außerordentlich erfolgreich waren, reduzierte sich die Brutpaarzahl bei den Zwergseeschwalben aufgrund von Sturm, Hochwasser und Starkregen zusehends. Am Ende hatte jedoch ein Paar mit drei flüggen Küken die Brutsaison erfolgreich gemeistert und stellte damit den ersten flüggen Zwergseeschwalben-Nachwuchs auf Trischen seit 10 Jahren. Bei den unten angeführten Brutpaarzahlen ist zu beachten, dass gerade bei schwer kartierbaren Arten, wie den versteckt brütenden Rotschenkeln oder Wiesenpiepern stark unterschätzt sein können. Es wurden stets tatsächlich erfasste Brutpaare notiert und keine Schätzungen oder Hochrechnungen durchgeführt. |
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