1. Mai 2008





Während Trischen dieser Tage akustisch vor allem vom Geschrei der Möwen und Seeschwalben dominiert wird, mischen sich mitunter auch zartere Gesänge in das Konzert. Wiesenpieper gehören auf Trischen nicht nur zu den häufigsten durchziehenden Vögeln, sondern sind auch als Brutvögel auf der Insel vertreten.

Schon zu Saisonstart Mitte März waren die Gesänge von Wiesenpiepern aus der Salzwiese zu vernehmen. Dabei führen die Männchen einen charakteristischen Singflug aus, bei dem sie am Ende mit steif gehaltenen Flügeln nach unten gleiten. Es werden jedoch hin und wieder auch Ansitze als Gesangsbühne genutzt, wie etwa unten auf dem Bild der aus Treibholz bestehende Singvogel-Lockbusch bei der Vogelwärter-Hütte.




  





Eifriger Sänger: der Wiesenpieper (Anthus pratensis) ist einer der wenigen Singvögel, die auch auf Trischen brüten






Im vergangenen Jahr wurden auf Trischen 20 Brutpaare Wiesenpieper erfasst. Die Vögel brüten hier in der Salzwiese, wo die Weibchen versteckt in der hohen Vegetation ihre Nester anlegen. Wiesenpieper sind in ihrem Bruthabitat auf feuchte Grünländer mit höherer Vegetation angewiesen und leiden daher am Festland oftmals unter intensiver Landnutzung und Entwässerung von Feuchtwiesen.



  


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