 |
|
2. Juni 2008
|
 |
|
|
|
|
|
Erst vor sechs
Jahren haben sich die mit den Ibissen verwandten Löffler als
Brutvögel auf der
Insel Trischen angesiedelt. Seither hat sich ihre Brutpaarzahl
kontinuierlich erhöht. Dieses Jahr brüten sogar schon 19
Paare auf Trischen. Seit Mitte der 90er Jahre breiten
sich die Löffler von den Niederlanden ausgehend Richtung Norden im
Wattenmeer aus. Die älteste Kolonie im Schleswig-Holsteinischen
Wattenmeer befindet sich jedoch nicht auf Trischen, sondern auf Hallig
Oland.
Obwohl die Tiere durch ihre Größe und Silhouette sehr
charakteristisch und auffällig sind, bekommt man sie auf Trischen,
abgesehen vom Koloniestandort, erstaunlich wenig zu Gesicht.
Löffler haben eine relativ hohe Fluchtdistanz und außerdem
scheinen die
Trischen-Löffler für die Nahrungssuche gerne Richtung
Festland zu
fliegen.
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
Löffler (Platalea leucorodia) bei der
Nahrungssuche
im Priel
|
|
|
|
|
|
|
Als Nahrung dienen
den Löfflern kleine Fische, Mollusken (Muscheln und Schnecken),
Krebse, Würmer und andere kleine Wassertiere. Diese erbeuten sie
im Flachwasser,
indem sie Wasser und Schlick mit halbkreisförmigen
Pendelbewegungen ihres Schnabels durchpflügen. Dieser ist an
seiner Spitze löffelartig verbreitet, weshalb der Löffler
auch zu seinem Namen gekommen ist.
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
Elegante Schönheiten im Flug
|
|
|
|
|
|
|
|
Die
Trischen-Löffler brüten relativ asynchron. Die ältesten
Küken, wie unten auf dem Foto, sind bereits munter zwischen den
Nestern in der Kolonie
unterwegs und stehen ihren Eltern in der Größe nicht mehr um
viel nach. Es gibt aber auch noch Nester, in denen noch die Eier
bebrütet werden.
Das Brutgeschäft und die Jungenaufzucht
teilen sich übrigens die beiden Altvögel gleichberechtigt.
Nach etwa 3 Wochen Brut schlüpfen die Jungen. Bis diese dann
flügge sind, vergehen noch weitere 6-7 Wochen, während
derer die Jungvögel von ihren Eltern gefüttert werden.
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
Ca. 4 Wochen altes
Löffler-Küken
|
|
|
|
|
|
|
  |