|
Warum tut dieser
Krebs so seltsame Dinge? Anders als seine Verwandten hat der
Einsiedlerkrebs einen weichen Hinterleib, der nicht, wie bei den
anderen Krebsen, durch einen harten
Panzer vor Fraßfeinden geschützt ist. Daher muss er diesen
auf
andere Weise schützen und versteckt ihn in einem Schneckenhaus.
Nur die kräftigen Scheren und das 2. und 3. Beinpaar haben bei ihm
eine starre Außenhaut.
Wenn Krebse wachsen, müssen sie sich, da ihr starres
Außenskelett nicht mitwachsen kann, regelmäßig
häuten. Der Einsiedlerkrebs steht vor einem ähnlichen
Problem: auch sein Schneckenhaus wächst in der Regel nicht mit, so
dass er sich in regelmäßigen Abständen ein neues,
größeres Zuhause suchen muss.
Damit sie nicht zu oft umziehen müssen, leben viele
Einsiedlerkrebse in einer Lebensgemeinschaft mit Stachelpolypen, die
außen
auf dem Schneckenhaus leben und mit ihren Kalkausscheidungen am Eingang
des Schneckenhauses anbauen. Dadurch lassen sie das Haus für den
Einsiedler doch bis zu einem gewissen Grad mitwachsen. Da nicht nur der
Krebs einen Vorteil aus dieser WG zieht,
sondern auch der Polyp etwa von den Nahrungsresten des Einsiedlers
profitiert, ist dies ein Beispiel für eine Symbiose - eine
Beziehung verschiedener Organismen mit gegenseitigem Nutzen.
|