Da Seeschwalben solange die Eier nicht gelegt sind, noch keine sehr starke Bindung an den Brutplatz haben, gaben die Küstenseeschwalben nach diesem ersten hohen Wasserstand erst einmal auf und ein ganzer Teil verschwand von der Insel. Nicht viel besser ging es bei den Flussseeschwalben weiter: kalte Tage mit viel Regen Anfang Juni machten hier die Brut zunichte und nach zwei hohen Wasserständen am 8. Juli gaben die Flussseeschwalben ihre bis dahin noch fleißig gehüteten Nachgelege auf. Nur eine kleine Erfolgsmeldung gab es dann doch noch: Mitte Juli konnte noch ein gerade flügges Brandseeschwalbenküken entdeckt werden, so dass immerhin hier ein Bruterfolg festzustellen war.
Die kalten, stürmischen Junitage setzten auch den Möwen zu, denn in diesem Zeitraum schlüpfte gerade der Großteil ihrer Küken. Eine vorläufige Abschätzung des Bruterfolgs bei Silber- und Heringsmöwen ergab, dass jedes Paar durchschnittlich nur 0,2 Küken aufziehen konnte.
Erfreulich sind dagegen die Entwicklungen bei Löfflern, Wanderfalken und Nonnengänsen, alles drei Arten, die noch nicht sehr lange auf Trischen brüten: die Anzahl der Löfflerbrutpaare stieg von 19 im Jahr 2008 auf dieses Jahr 25, das Wanderfalkenpaar zog erfolgreich vier Küken groß und die Nonnengänse konnten bereits am 27. Mai mit 19 Küken beobachtet werden. Sehr erfolgreich waren dieses Jahr wohl auch die Brandgänse, die sich Mitte Juli mit 93 Küken in der SO-Bucht aufhielten, denn letztes Jahr konnten nur 15 Küken entdeckt werden.
Im folgenden sind alle Brutvögel diesen Jahres tabellarisch aufgeführt, dazu die Anzahl der Brutpaare und die Angabe, seit wann die Art auf Trischen vorkommt. Einzelne Arten sind allerdings nicht durchgängig auf Trischen als Brutvögel beobachtet worden, so z.B. die Brandseeschwalbe, die seit einigen Jahren nur noch sporadisch auf Trischen brütet.