04. September 2009





Schon seit einer Woche herrscht viel Südwestwind, der sich seit gestern zu einem richtigen Sturm ausgewachsen hat. Heute lief das Mittagshochwasser so hoch auf wie noch nie in meiner Betreuungssaison, eigentlich waren nur noch in den Dünen trockene Bereiche zu finden, überall sonst stand das Wasser, mal höher, mal niedriger. Viele Rastvögel suchten auf der Insel einen Platz, um das Hochwasser zu überdauern, fanden diesen jedoch nur bedingt. Immer wieder wechselten die Schwärme von Limikolen und Möwen ihre Plätze, denn immer wieder wurden neue Bereiche der Insel überschwemmt.

   alle Vögel fliegen hoch

Der Strand und die Rastplätze am Hafenpriel sind überschwemmt - jetzt hilft nur noch fliegen...



Die seit einigen Wochen bei Hochwasser auf dem Strand rastenden Trupps von Sanderlingen, Alpenstrandläufern und Sandregenpfeifern wurden immer weiter an die Dünen gedrängt, bis sie schließlich auf die Dünen ausweichen mussten. Dort saßen sie dann die Köpfe eingezogen oder im Gefieder versteckt, um sich vor dem Sandflug zu schützen, während die Wellen nur so heranrauschten.

   bis auf den letzten Platz besetzt

...oder einen der begehrten Plätze auf den Dünen finden - Nachteil: Sandflug.



Und natürlich hat auch wieder die Hütte nasse Füße bekommen, diesmal stand sie etwa einen dreiviertel Meter im Wasser. Ein dicker Hackklotz aus Kastanie, den ich unter der Hütte stehen hatte, schwamm einfach auf und trieb munter Richtung Büsum davon. Und leider ist auch bei diesem Hochwasser das Fotoversteck an der Südspitze trotz 50 cm tiefer Verankerung im Boden einfach auf und davon. Für einen dritten Hide ist wohl nicht mehr genug Baumaterial auf der Insel, aber wer weiß, was die Fluten im Westen alles wieder mitgebracht haben...

   Ofen mit Holzkiste

Der Weg zur Hütte ist heute eher ein Bach, ...

   tiefes Wasser

...in dem man sich nasse Hosen holt.




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