02. Oktober 2009





Das Wetter der letzten Tage war sehr wechselhaft: Wind, Schauer und Sonnenschein zogen in kurzen Folgen über Trischen hinweg. Im Moment befindet sich die Insel wohl in einer Art Ruhe vor dem Sturm. Für die beiden kommenden Tage ist Wind der Stärke 7 bis 8 angekündigt, einzelne Böen sollen noch deutlich stärker werden. So muss die samstägliche Versorgung wohl auf einen ruhigeren Tag verschoben werden.
Umso erstaunlicher finde ich immer wieder, dass der Vogelzug bei diesem wechselhaften Wetter - wenn auch eingeschränkt - einfach weitergeht.

   Schauer

Regenschauer über der Elbe



Heute gaben sich an der Hütte Stare, Amseln, Rotkehlchen, Grün- und Buchfinken, Rohr- und Goldammern sowie Rot- und Singdrosseln ein Stelldichein. Über dem Meer zogen Pfeifenten und Ringelgänse und auch eine Rohrweihe und ein Turmfalke kamen an der Hütte vorbei.
Dabei kamen mir zwei Arten mit dunklen Punkten an Brust, Flanken und zum Teil am Bauch vor die Kamera.

   Singdrossel

Pfeilspitzenförmige Punkte auf dem Bauch besitzt die Singdrossel



Zum einen handelte es sich um eine Singdrossel, deren Bauchflecken ein bißchen dreieckig, das Bestimmungsbuch sagt "pfeilspitzenförmig", sind und zum anderen um einen Wiesenpieper, der eher gestrichelte Flecken an Brust und Flanken besitzt.
Wiesenpieper sind die Singvögel, die am häufigsten über Trischen hinweg ziehen. Letztes Jahr wurden an einem guten Zugtag im Oktober in drei Stunden über 1200 Vögel dieser Art gezählt. In den nächsten zwei Tagen ist mit einer solchen Zahl ziehender Wiesenpieper aber wohl nicht zu rechnen. Denn wer will schon bei 8 Windstärken aus Südwest nach Süden ziehen?

   Wiesenpieper

Wiesenpieper sind die häufigsten Durchzügler auf Trischen




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