Vogel des Monats - April 2009

Das Wintergoldhähnchen
(Regulus regulus)

In den ersten Apriltagen kamen diese kleinen Gäste auf die Insel. Was heißt klein. Wintergoldhähnchen sind tatsächlich winzig, die kleinsten Vögel in Europa, sogar noch kleiner als Zaunkönige: nur maximal 9,5 cm vom Schnabel bis zum Schwanz. Zuerst konnte ich auch nur die hohen, aber lauten und scharfen "ssi"-Rufe wahrnehmen. Aber dann traute sich eines näher auf die Brüstung der Veranda und ließ sich ausgiebig ablichten. Allerdings ohne jemals stillzuhalten. Denn Wintergoldhähnchen zucken und hüpfen ständig.


Wintergoldhähnchen

Kleiner Vogel ganz schön groß!

Für die Brut bevorzugen sie Nadelwälder, am liebsten Fichten. Und davon braucht so ein kleines Paar Wintergoldhähnchen mindestens etwa 16, um sich in seinem Revier wohlzufühlen. Ganz schön viel Platz für so einen kleinen Vogel.

Wintergoldhähnchen fressen am liebsten weichhäutige Beutetiere und im Frühjahr sogar Pollen und Nektar. Sie wiegen nur vier bis sieben Gramm und müssen beinahe ebensoviel Nahrung täglich aufnehmen.


Wintergoldhähnchen

Huch, was kommt denn da?

Vor allem aber begeistern die kleinen Kugeln wohl durch ihr niedliches Gesicht, das durch den gelben Scheitelstreif und die beiden Bartstreifen beinahe unverwechselbar ist. Aber nur beinahe. Das Wintergoldhähnchen hat nämlich einen sehr ähnlichen Verwandten, das Sommergoldhähnchen, was leicht zu Verwechslungen führt. Die beiden Arten untereinander verwechseln sich jedoch nie, weil sie ganz unterschiedliche Reviergesänge während der Brutzeit haben.


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