"Trischen - Perle im Nationalpark"
Strandgut
"In der ersten Hälfte des Jahrhunderts wurde das Leben auf der Insel gelegentlich durch am Strand angespülte brauchbare Dinge bereichert - mindestens zweimal Fässer voller Rot- oder Portwein, einige Fässer britisches Bier, säckeweise Kokosnüsse, ein Frachtensegler voller Kohlen, kurz nach dem Krieg einmal größere Mengen Butter und, als 1949 ein Schiff in der Elbmündung zu Bruch ging, eine Apfelsinenschwemme, die Strand und Watt von Trischen gelborange färbte. Fischer fischten damals Südfrüchte, Kinder gingen nicht zur Schule, sondern sammelten Apfelsinen. Neben diesen seltenen Zufällen war die Insel ständig eine Quelle für Brenn- und Bauholz. Besonders wertvolles Strandgut, abgesehen von einigen Kilo Tabak und natürlich Brennholz, ist in den letzten Jahrzehnten nichts mehr angetrieben. Die Umstellung auf Container-Frachtverkehr hat die Aussichten dafür im Vergleich zu früheren Zeiten sehr verschlechtert. Und die treibenden Haschischpakete, die eine Zeit lang das Aufkommen großstädtischer Tagesausflügler an der Küste anwachsen ließen, schwammen alle an der Insel vorbei."
Die ganze Broschüre "Trischen - Perle im Nationalpark" (40 Seiten) aus der Schriftenreihe des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer erhalten sie für 6,55 Euro plus Versandkosten.