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Der Inselversorger |
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| Einkaufen ist auf Trischen nicht möglich, ein Postamt gibt es auch nicht, noch nicht mal ein Kiosk ist vorhanden. Damit der Vogelwart den Sommer auf der Insel gut übersteht, fährt Werner Rohwedder einmal in der Woche mit seinem Boot "Seehund" nach Trischen. Polli, denn so ist Werner Rohwedder den meisten bekannt, übernahm vor gut 20 Jahren den Versorgungsdienst des einzigen Inselbewohners. Er ist Postbote und Lieferant von Lebensmitteln, Zeitung und anderen wichtigen Dingen. Die Lieferungen werden immer von guten Gaben seiner Frau Luise ergänzt, die damit den Vogelwart zusätzlich verwöhnt. Auch das Trinkwasser muss in Kanistern auf die Insel geschafft werden, denn einen Brunnen gibt es nicht und auf die ausreichende Versorgung mit Regenwasser kann man sich nicht immer verlassen. |
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Die "Seehund"
Polli Rohwedder
Luise Rohwedder
Ehemalige Feldscheune auf Trischen
Überbleibsel vom Luisenhof
Klönschnack
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| Der Einkauf wird heutzutage mit modernsten Mitteln erledigt. Per email wird die Wunschliste an den Edeka Markt von Arne Petersen nach Friedrichskoog geschickt, dessen Mitarbeiter die Waren sorgsam verpacken. Dieser besondere Service hat eine lange Tradition. Schon seit 1925 versorgt die Familie Petersen die Insulaner mit den wichtigsten Gütern. |
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| Als ehemaliger Fischer kennt Polli sich bestens in den Wattgebieten vor der dithmarscher Küste aus. Außerdem ist er als Kenner der Insel immer wieder eine wertvolle Informationsquelle. Schon als kleiner Junge half er bei der Kartoffelernte auf dem damals noch bewirtschafteten Eiland. Bei diesen Einsätzen hat er auch in den Gebäuden übernachtet, von denen außer ein paar Steinen am Strand und den alten Fotos nichts mehr geblieben ist. Auch von den Zeiten, als die Kutterregatta auf Trischen mit einem großen Fest endete und die gesamte Fischerflotte im Hafenpriel der Insel lag, kann er erzählen. Mittlerweile hat sich viel verändert und Polli beobachtet sorgfältig die Entwicklung. |
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| Seit vielen Jahren ist er als Seehundsjäger und seit 1998 als Nationalparkwart für die Belange des Naturschutzes unterwegs. So baute er in ehrenamtlicher Arbeit die Seehundsstation in Friedrichskoog auf. Die Idee Seehundsliegeplätze und andere sensible Bereiche zusätzliche durch "Nationalparkbojen" auszuweisen, stammt ebenfalls von ihm und wurde bereitwillig vom Nationalparkamt aufgegriffen. |
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| Der wöchentliche Klönschnack mit Polli gehört zu den wirklich wichtigen Terminen im Kalender des Vogelwarts. Ohne seinen Einsatz wäre das Leben auf Trischen komplizierter und ärmer. |
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