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Naturreichtum der Insel |
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| Die Besonderheit Trischens
liegt in ihrer Unberührtheit. Die natürlich gewachsene
Salzwiese mit einem unüberschaubaren Labyrinth von
mäandrierenden Prielen veranschaulicht genauso wie die jedes Jahr
wieder durch Wind und Wasser umgeformte Dünenlandschaft die
eigentliche Idee eines Nationalparks: „Natur Natur sein lassen". Das
uneingeschränkte Vorrecht der Natur auf dieser Insel wird mit
einem enormen Arten- und Individuenreichtum an Pflanzen und Tieren
belohnt. |

"Natur Natur sein lassen"
Strandwermut
Milchkraut
Wanderfalkenküken
Austernfischer
Seehund
Rotschenkel
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| Brutvögel |
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| Im Frühjahr und Sommer
ist die Luft erfüllt vom Geschrei bettelnder Jungvögel.
Über 7000 Brutpaare bekamen im vergangenen Jahr auf Trischen ihren
Nachwuchs. Bis vor wenigen Jahren galt die Brandseeschwalbe als
Charaktervogel der Insel, deren lautstarke Kolonie mit über 2.000
Paaren unüberhörbar war. 2003 blieb sie zum ersten Mal seit
1955 als Brutvogel aus. Dafür hat 1999 erstmalig ein
Wanderfalkenpaar Jungtiere einer Bodenbrut auf Trischen
großgezogen, seit 1996 brüten als Neubürger auf
Trischen Kormorane in einer Bodenkolonie und seit 2002 brüten
Löffler und Nonnengans auf der Insel. |
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| Die Anteile der
verschiedenen Brutvogelarten haben sich seit Mitte des letzten
Jahrhunderts verschoben: War die Insel bis Mitte der fünfziger
Jahre eine reine Fluss- und Küstenseeschwalbeninsel mit bis zu
9.000 Paaren, so hat sie sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu
einer Möweninsel gewandelt. Im Jahr 2000 bestand knapp 80 % des
Brutbestands aus Möwen, darunter auch wenige Paare der seltenen
Brutvogelarten Mantel- und Schwarzkopfmöwe. |
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| Rastvögel |
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| Neben den Brutvögeln
nutzen viele Tausend Watvögel, wie Alpenstrandläufer oder
Sanderling, Trischen als wichtiges Rast- und Nahrungsgebiet auf ihren
langen Reisen zwischen arktischen Brut- und westeuropäischen bis
afrikanischen Überwinterungsgebieten. |
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| Nach dem Ende der Brutzeit
versammeln sich um Trischen ab Anfang Juli bis zu 100.000
Brandgänse aus allen Teilen Europas, um in den Watten vor der
Elbmündung ihr Gefieder zu wechseln. Für etwa 4 Wochen
breitet sich dann zu Hochwasser ein weißer Teppich aus rastenden
Brandgänsen auf den Inselspitzen und der Salzwiese im Osten aus. |
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| Viele Singvögel lassen
sich auf ihren Wanderungen in Frühjahr und Herbst auf der Insel
für eine kurze Verschnaufpause nieder oder fliegen zum Teil in
ununterbrochenen Trupps an der Insel vorüber. |
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| Trischen ist aber nicht nur
für die Vogelwelt attraktiver und ungestörter Lebensraum:
Seehunde liegen ganzjährig auf den Inselspitzen und gebären
im Sommer dort ihre Jungen. Schweinswale können
regelmäßig bei ruhiger See dabei beobachtet werden, wie sie
um die Insel herum schwimmen. Die natürlich gewachsene Salzwiese
und die nie von Menschen betretenen Dünen weisen eine sehr
artenreiche Pflanzenwelt auf. |
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