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Hundert Jahre Naturschutz |
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| Trischen liegt inmitten des
weltweit einzigartigen Ökosystems Wattenmeer. Dieser Naturraum
bietet zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten geeignete
Lebensbedingungen. Seit 1985 ist der schleswig-holsteinische Teil des
Wattenmeers als Nationalpark ausgewiesen. Dieser Nationalpark
Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist der größte
Nationalpark Mitteleuropas. Die Grundidee des Nationalparks liegt
darin, natürliche Prozesse ohne Einflussnahme des Menschen
ablaufen zu lassen. „Natur Natur sein lassen.“ Gleichzeitig ist ein
wichtiges Anliegen des Nationalparks, den unschätzbaren Wert
unberührter Natur den Besuchern des Parks zu vermitteln. |
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Halm-Malerei
Brandgänse
Brandseeschwalbe
Austernfischer mit Küken
Eiderentenerpel
Zählen Sie mal!
Wolterhütte
Peter Todt
Ansgar Diederichs
Stefan Wolff
Steffen Oppel
Sebastian Berger
Pia Reufsteck
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Clemens Schneider
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Monika Dorsch
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Janina Spalke
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| Trischen kommt in diesem
Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Einerseits dient diese Insel
als eines der letzten Rückzugsgebiete der Natur, in das der Mensch
keinen Zutritt erhält. Andererseits soll die Insel nicht vor der
Öffentlichkeit versteckt werden. Trischen wird vom Naturschutzbund
(NABU) Schleswig-Holstein betreut. Wenn Sie Fragen zu dieser Insel und
ihrer Betreuung haben wenden Sie sich an die Trischen-Lenkungsgruppe.
Der NABU möchte Ihnen mit Hilfe dieser Web-Seiten
ermöglichen, den Reiz und die Besonderheit der Insel Trischens
kennenzulernen. Die Insel darf nicht betreten werden. Sie können
sich über die Internetseite jedoch jederzeit ein aktuelles Bild
von
Trischen machen. |
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| Naturschutz hat auf
Trischen eine lange Tradition. Die ersten Hinweise auf den
Vogelreichtum der Insel entstammen allerdings wenig erfreulichen
Überlieferungen über organisierte Ausflüge zur Vogeljagd
am Beginn des 20. Jahrhunderts. Doch bereits 1909 wurde Trischen per
Erlaß zur Seevogelfreistätte erklärt. Die
Naturschutzarbeit unterlag jedoch immer wieder wirtschaftlich bedingten
Rückschlägen. Für das Jahr 1920 sind z.B. für
Trischen 37.000 gesammelte Eier dokumentiert. |
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| Ab 1927 übernahm der
heutige Naturschutzbund Deutschland (NABU, ehemals Deutscher Bund
für Vogelschutz, DBV) die Betreuung der Insel Trischen. Lina
Hähnle, die Gründerin des Bundes für Vogelschutz,
unterzeichnete 1932 den ersten Betreuungsvertrag in dessen Folge
alljährlich Vogelwärter vom Verband aus nach Trischen
geschickt wurden. |
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War es in den ersten Jahren
und nach dem Krieg die Hauptaufgabe des Vogelwarts, das
Absammeln der Seeschwalbeneier zu verhindern und die Jagd auf Brut- und
Rastvögel zu beenden, so hat sich das „Berufsbild“ heute
gewandelt: Die Eiersammler von früher gehen in den Supermarkt. Die
Rolle des Betrachters, der Bestände, Veränderungen,
Einflüsse und Eingriffe beobachtet und dokumentiert gewann immer
mehr an Bedeutung. Heute ist Trischen eine gewichtige Grundlage
für das wattenmeerweite Dauerbeobachtungsprogramm (Monitoring), um
zuverlässige Erkenntnisse über Veränderungen und
mögliche Ursachen zu gewinnen und mögliche
Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
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| Bedrohungen für das
Wattenmeer sind auch heute noch vorhanden. Sie gehen nicht mehr von
einzelnen Leuten aus, sondern sind Folge unserer Lebensgewohnheiten. Um
den negativen Einfluss des Menschen auf das komplexe Ökosystem zu
vermeiden, wird die Notwendigkeit immer größer, den Ablauf
natürlicher Prozesse und ihre Wechselwirkungen zu verstehen. |
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| Für den NABU ist es
daher wichtig, über den Außenposten auf Trischen Auge und
Ohr am Puls der Natur zu haben und einen Beitrag zum Verständnis
des Naturraums Wattenmeer zu liefern. Seit 1909 waren auf Trischen
bisher knapp 30 Personen jeweils für die Saison von Frühjahr
bis Herbst als Vogelwart tätig. |
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| Die Vogelwärter Trischens: |
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1932-35; 1937-39;
1948-53; 1972; 1978;
dazwischen oftmals als Helfer: Hugo Wolter, Fotograf
aus Giengen. Er war der erste offizielle DBV-Vogelwart und über 50
Jahre sehr eng mit Trischen verbunden. Nach ihm ist die ehemalige
Vogelwärterhütte von 1976 benannt. |
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1962-1965; 1967:
Siegfried Neumeister; Diplom-Forstwirt aus Lindau. Führte
erste Einschränkungen des Besucherstroms auf Trischen ein. |
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1976; 1980-99:
Peter Todt, Optikingenieur; Peter Todts konsequentem Einsatz
für den Schutz Trischens ist es zu verdanken, dass diese Insel
heute allein der Natur vorbehalten ist. |
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2000
Ansgar Diederichs, Biologe aus Rheinhausen; Der gebürtige Rheinländer ist auch nach seiner Inselzeit als Mitglied der Lenkungsgruppe aktiv am Trischengeschehen beteiligt. |
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2001/2002
Stefan Wolff, Biologe aus Schleusanien. Nach der Zeit auf Trischen
in Schleswig-Holstein als freier Biologe untergekommen. Auch weiterhin
als Trischenfan für die Betreuung von Vogelwart und Homepage aktiv. |
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2003
Steffen Oppel, Landschaftsökologe aus Oldenburg. Steffen
wechselte nach der Nordseeinsel auf eine etwas größere
Insel: Papua-Neuguinea, um sich dort für Naturschutz und Forschung
zu engagieren.
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2004
Sebastian Berger, ein Forstingeneur auf einer baumlosen Insel.
Trotz des scheinbaren Widerspruches hat er sich als ehemaliger
Westerhever-Zivi
sehr wohl gefühlt. Nach der Inselzeit wechselte er wieder ins
Forstfach.
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2005/2006
Pia Reufsteck, Biologin aus Tübingen. Nach den beiden Inselsommern machte sie sich als freiberufliche Biologin selbständig. Mehr unter
www.skua-pr.de
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2007
Clemens Schneider, Wattenmeer-begeistert seit seinem (Schutten-)
Zivi auf der Insel Pellworm.
Er studierte Geographie und Musik auf Lehramt und lebt zur Zeit als
hauptberuflicher Papa mit Tochter Marlene und Freundin Vera in
Oldenburg.
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2008
Monika Dorsch, Biologin und Orgelbauerin aus Altötting. Trotz
ihrer bayerischen Herkunft seit ihrem FÖJ bestens mit dem
Wattenmeer vertraut und nun auch weiterhin als Biologin in
Schleswig-Holstein aktiv.
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2009
Janina Spalke, Biologin mit Schwerpunkt Küstenökologie, hat sich nach der Inselzeit auf dem nordfriesischen Festland angesiedelt und genießt dort die Nähe zu den Inseln. |
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