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Die
Salzwiese
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Der größte Teil
der Insel, mit Ausnahme der nahezu vegetationslosen Inselspitzen und
der Dünenkette im Westen, ist von Salzwiesenpflanzen
bewachsen. Die Zusammensetzung der Pflanzenarten ist aber nicht
überall gleich. Vielmehr ergibt sich eine Zonierung, je nachdem,
wie oft die einzelnen Bereiche überflutet werden. Denn der
Salzgehalt im Boden, sowie die Staunässe sind limitierende
Faktoren, mit denen nur sehr spezialisierte Pflanzen zurechtkommen.
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In der Übergangszone zwischen Meer und Land
wächst der Schlickwatt-Queller
(Salicornia stricta). Dort
wird er 2x täglich überflutet !
Über seine Wurzeln dringt für Pflanzen schädliches Salz
in seine Zellen ein. Um die Konzentration zu verdünnen, nimmt er
aktiv Wasser auf, wodurch er aufquillt, bis im Herbst der Salzgehalt
doch so hoch geworden ist, dass die Pflanze abstirbt.
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Kaum eine andere heimische Salzwiesenpflanze ist
so unempfindlich gegen Salz wie die Flügelsamige
Schuppenmiere (Spergularia
media). Durch
ihre Salzresistenz kommt sie auch an Stellen mit sehr hohem Salzgehalt
vor, wie z.B. eingetrocknete Pfützen. Da sie mit
Staunässe aber weniger gut zurecht kommt, wächst sie v.a. in
den höheren Bereichen der Salzwiese.
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| Anders die Strandsimse
(Bolboschoenus maritimus).
Im
Gegensatz zur Schuppenmiere bevorzugt sie Stellen, die nie für
längere Zeit trockenfallen. Wie alle Gräser der Salzwiese
besitzen ihre wasseraufnehmenden Wurzelzellen eine Sperre, die nur
Wasser, aber kein Salz ins Innere der Pflanze kommen lassen. |
In den etwas höheren Bereichen der Salzwiese
und an Prielrändern wächst der aromatisch riechende
Strandwermut (Artemisia maritima).
Die weißfilzigen Blätter schützen gegen Wasserverluste
und reflektieren das Sonnenlicht. Salz lagert er in bestimmten
Blättern ein, die dann abgeworfen werden.
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Oft benachbart zum Strandwermut wächst die
Portulakkeilmelde (Halimione
portulacoides). Salz gibt sie über spezielle Drüsen an
der Blattoberfläche ab. Deshalb schmecken ihre Blätter auch
nur im ersten Moment salzig.
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Eine der wenigen "bunten" Pflanzen der oberen
Salzwiese ist das Milchkraut (Glaux
maritima). Auch dieses besitzt Salzdrüsen, über die
60%
des aufgenommenen Salzes abgegeben werden können.
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