Die sieben Monate
vergingen wie im Flug und ich kann nur sagen, dass es mir hier auch
nicht eine Minute langweilig wurde! Hier gibt es immer etwas zu
entdecken und durch den täglichen Wechsel von Ebbe und Flut,
gepaart mit den unterschiedlichsten Wetterlagen und der sich im Verlauf
des Jahres schnell änderenden Vegetation, hatte ich auch nicht das
Gefühl, die ganze Zeit am "selben Fleck" zu sitzen.
Am spannendsten war jedoch die Vogelbeobachtung als Ganzes: Der
komplette Verlauf der Brutzeit von der Balz bis zum Flüggewerden
der Jungen, die Ankunft und der Abflug der Ringelgänse, die
Mauserzeit der Brandgänse und Eiderenten, die Rast der
durchziehenden Limikolen, der Sing- und Greifvogelzug im Herbst und das
Eintreffen der selteneren arktischen Wintergäste wie Schneeammern
und Ohrenlerchen.
Und das Beste daran ist zu wissen, dass die Insel den Vögeln
"gehört" und sie hier brüten, mausern und rasten
können, ohne dass sie ständig dabei gestört werden. |