Tagfalter auf Trischen
An sonnigen Tagen im Juli und August flattern über den  Blüten von Strandflieder, Strandaster und anderen Salzwiesenpflanzen Wolken von Schmetterlingen umher. Während manche Arten über mehrere Wochen sehr häufig zu sehen sind, kommen andere nur für kurze Zeit zu Besuch und sind oft tags darauf wieder verschwunden. Sehr viele der hier vorkommenden Schmetterlinge sind wandernde Arten, die im Spätsommer Richtung Süden ziehen. Bei Ostwind werden sie nach Westen verdriftet und landen so auf Trischen.

Der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) gehört zu den "Massenarten" auf Trischen. Vor allem in der ersten Julihälfte suchen Zigtausende von ihnen in den Blüten des Strandflieders nach Nektar.
Hin und wieder gibt es Tage, an denen Kleine Füchse (Nymphalis urticae) in großen Zahlen auf Trischen umherflattern. Gerne umfliegen sie im Schwarm die Hütte als höchsten Punkt, was man "hill topping" nennt.

Tagpfauenaugen (Nympalis io), besuchen nur vereinzelt die Insel. Zugbewegungen werden bei ihnen häufig beobacht. Der  Scharzkolbige Braundickkopffalter (Thymelicus lineola) ist schon ab Mai über Wochen hinweg massenhaft auf Trischen zu sehen.


Der Distelfalter (Vanessa cardui) ist einer der Langstreckenzieher unter den Insekten. Mit mehreren Generationen breitet er sich staffelartig ab dem zeitigen Frühjahr von Nordafrika bis zum Polarkreis aus. Spät im Jahr geschlüpfte Falter wandern dann wieder nach Süden.
Auch Admirale (Vanessa atalanta) sind ausgesprochene Wanderfalter. Ab Mitte Juli gibt es auf Trischen Zugtage, an denen über 50 Falter gleichzeitig um die Hütte kreisen oder sich an den Wänden der Hütte sonnen.