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Der Vogel des Monats - Juni | ![]()
Löffler im Prachtkleid |
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| Der Löffler (Platalea leucorodia) |
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| Noch vor wenigen Jahren waren Löffler als Brutvögel in Deutschland eher unbekannt. Der Atlas der "Brutvögel Mitteleuropas" von 1997 spricht von nur einem missglücktem Versuch. Das hat die Tiere offenbar wenig beeindruckt, denn zu diesem Zeitpunkt brüteten schon längst einige Paare auf Memmert (seit 1995) und Mellum (seit 1996) an der niedersächsischen Küste. | ||
| Die Tendenz zur Ausbreitung wurde im Atlas allerdings erwähnt. Nach Koloniegründungen, deren Ursprung wohl in holländischen Siedlungen zu suchen ist, in Niedersachsen haben die Löffler nun auch Schleswig-Holstein erreicht. | ||
| Auf Trischen konnten Löfflerbeobachtungen seit Mitte der 1990er Jahre regelmäßig dokumentiert werden. Häufig flogen auch Tiere an an der Insel vorbei oder ließen sich nur in den Prielbereichen der Ostbucht bei der Nahrungssuche beobachten. Nie kam es jedoch zu längeren Inselaufenthalten oder gar zu Bruten oder Brutversuchen. | ||
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| Vor zwei Jahren war es dann endlich soweit. Die Löffler gründeten eine Kolonie im Norden der Insel. Gleich im ersten Jahr der Ansiedlung kam es zum Bruterfolg. Seit dem wurde der neu gegründete Standort jedes Jahr wieder aufgesucht und 4 Paare bescherten der Insel jährlich bis zu 8 Jungvögel. Dieses Jahr ist die Kolonie auf fünf bis sieben Brutpaare angestiegen und 13 kleine Löfflerküken konnten schon in der hohen Vegetation der Salzwiese entdeckt werden. | ||
| Drei bis fünf Eier bilden ein Gelege, das 21 bis 25 Tage bebrütet wird. Den Jungtieren wird das Futter während der sechs- bis siebenwöchigen Nestlingszeit vorgewürgt, bevor sie die Alttiere zur Nahrungssuche begleiten. Noch bevor die Jungen flügge werden, werden sie vom Naturschutzwart mit Ringen der Vogelwarte Helgoland versehen. Dies gibt Aufschluß über den Verbleib der Tiere und über deren Zugwege. | ||